Das kommunalpolitische Programm der CDU Frohnau

100 Jahre Gartenstadt

100 Jahre Frohnau – das sind 100 Jahre wohnen im Grünen nahe der Großstadt, ein Teil von ihr und doch ein eigener Ortsteil mit einem einzigartigen Charakter. Wie sehr die Gartenstadt ihren Bewohnerinnen und Bewohnern am Herzen liegt, konnte man auf der 100-Jahr-Feier im Jahr 2010 erleben.

Wir, die CDU Frohnau, freuen uns, dass wir an vielen Stellen dazu beitragen können, die Einzigartigkeit dieses Stücks Heimat für die Frohnauerinnen und Frohnauer und unsere Gäste zu erhalten.

In städtebaulicher Hinsicht haben wir mit der Sicherung der Gartenstadt Frohnau durch die Erhaltungssatzung und die Festsetzung weiter Bereiche auf eine Geschossflächenzahl (Gfz) von 0,3 die Voraussetzung zur dauerhaften Erhaltung des typischen Charakters Frohnaus geschaffen.

Es gilt aber, weiterhin gemeinsam mit den hier lebenden Menschen daran zu arbeiten. Dazu gehört der Stopp des weiteren Verfalls der Substanz unserer Straßen, der Erhalt der kulturellen Vielfalt, die Sicherung der hohen Qualität unserer Schulen und der anderen sozialen Einrichtungen, ein prosperierendes Frohnauer Geschäftszentrum und die Bewahrung des Frohnauer Lebensgefühls.

Wenn wir gemeinsam unsere Verantwortung wahrnehmen, Bürgersinn stärken und sich jeder an seiner Stelle einbringt, wird Frohnau für alle "unsere" Gartenstadt Frohnau bleiben können. Dafür wollen wir uns einsetzen. Und dafür brauchen wir Ihre Stimme.

Die Frohnauer Plätze – ein wunderschönes Zentrum

FotoWir freuen uns über die Aktivitäten der Geschäftsleute, Vereine, Gemeinden und sonstigen Gruppen in Frohnau, die mit der Organisation verschiedener Veranstaltungen auf den Plätzen, vom Trödelmarkt bis zum Kulturfest, zu einer Belebung auf den Frohnauer Plätzen beitragen. Wir verstehen das Bezirksamt als Partner dieser Gruppen und werden alle Aktivitäten zur Stärkung des Standortes unbürokratisch unterstützen. Die Bepflanzung im Zentrum mit dem Schriftzug "100 Jahre Frohnau" war ein schönes Beispiel dafür, wie die öffentliche Hand ohne übermäßige Ausgaben solche Unterstützung leisten kann.

Die Kurzparkzonen im Bereich der Frohnauer Plätze sind Schritt für Schritt ausgebaut und die Parkzeiten auf 2 Stunden vereinheitlicht worden. Wir wollen das Frohnauer Zentrum als Einzelhandels- und Versorgungsstandort stärken und werden deshalb weiterhin überprüfen, an welchen Stellen die Zonen erweitert werden sollten. Dauerparkplätze für ältere und mobilitätseingeschränkte Mitbürger in Frohnau müssen erhalten bleiben.

Wir freuen uns, dass es trotz gegenteiliger Entwicklungen an anderen Orten gelingt, ein breites Einzelhandels- und Gastronomieangebot in Frohnau zu erhalten und zeitgemäß zu erneuern. Wir rufen die Frohnauerinnen und Frohnauer auf, die Frohnauer Geschäftsleute und Gastwirte zu unterstützen und bei ihren Einkäufen das vielfältige Frohnauer Angebot zu beachten.

Wir sind erleichtert darüber, dass das Land Berlin endlich seine jahrelange Blockadehaltung bezüglich einer Sicherung des Fußgängerüberweges zwischen dem Reichelt-Markt und der Post am Zeltinger Platz aufgegeben hat. Es macht allerdings keinen Sinn, nun mit einem Umbau des gesamten Einmündungsbereichs der Burgfrauenstraße in den Zeltinger Platz ein Verkehrschaos im gesamten Frohnauer Zentrum und den umliegenden Wohnstraßen zu provozieren. Es muss eine an den verkehrlichen Erfordernissen aller Verkehrsteilnehmer orientierte Lösung geben, die nicht nur einseitig die Belange einer Gruppe berücksichtigt. Wir sprechen uns weiterhin dafür aus, verschiedene Lösungen mit zunächst provisorischen Veränderungen auszuprobieren, bevor nicht wieder rückgängig zu machende, teure Fakten geschaffen werden.

Besorgt sind wir über die Situation unseres Wahrzeichens, des Frohnauer Turms am S-Bahnhof. Nachdem die Deutsche Bahn AG die Sanierung des S-Bahnhofes auf Initiative des CDU-Bundestagsabgeordneten Frank Steffel endlich durchgeführt hat, sollte nun auch der Eigentümer des Frohnauer Turmes seiner Verpflichtung zu Pflege der Bausubstanz nachhaltig nachkommen. In diesem Zusammenhang wäre auch eine Instandsetzung des Treppenaufgangs verbunden mit einer Öffnung der Aussichtsplattform eine begrüßenswerte Entscheidung, zu der wir Eigentümer und Betreiber auffordern.

Die Zahl der Abstellplätze für Fahrräder im Frohnauer Zentrum ist dank des CDU-geführten Bezirksamts deutlich erhöht worden. Wir fordern aber weiterhin von der Deutschen Bahn AG für ihre mit den Rad oder dem Auto ankommenden Kunden ein Angebot auf betriebseigenem Gelände zu schaffen. Ebenso wäre eine intensivere Pflege der Böschungsbereiche der Bahntrasse im Bahnhofsbereich, d.h. eine kontinuierliche Beseitigung der Vermüllung und ein regelmäßiger Rückschnitt der Sträucher durch die Bahn wünschenswert.

Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, wie die Besorgnis erregende Zunahme von Alkoholexzessen bei Jugendlichen, sind leider auch in der Nähe des Bahnhofs und im Lesserpark an Sommerwochenenden zu beobachten. Es ist richtig, das bezirkliche Jugendamt aufzufordern, mit Straßensozialarbeit und geeigneten Angeboten diesem Trend entgegenzuwirken.

Sollten diese Maßnahmen aber nicht ausreichen, bestehen wir darauf, dass der Staat seine ordnungspolitische Aufgabe wahrnimmt und den Bürger vor solchen Exzessen schützt. Dafür bedarf es mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt an den betroffenen Plätzen und zu den betreffenden Zeiten. Wir fordern den rot-roten Senat auf, endlich wieder in Ordnung und Sauberkeit zu investieren, mehr Polizeibeamte einzustellen und dem Bezirksamt die erforderlichen Mittel für einen ausreichenden Ordnungsdienst zur Verfügung zu stellen.

Wir werden auch in Zukunft darauf achten, dass das Wohlfühlen im Frohnauer Zentrum einen hohen Stellenwert genießt. Der Betrieb der Brunnen soll mit Hilfe privater Unterstützung auch weiterhin möglich sein. Mit Bürgermeister Frank Balzer (CDU) an der Spitze hat das Bezirksamt dem illegalen Plakatieren, den Zettelklebereien an Straßenlaternen und dem Beschmieren von Stromkästen den Kampf angesagt. Straßenschilder und Verkehrszeichen werden regelmäßig gereinigt. Wir werden im Bezirksamt weiter dafür sorgen, dass Frohnau sauber bleibt. Die BVG und die Deutsche Bahn sollten sich daran ein Beispiel nehmen und beschmierte Fahlplanaushänge, Wartehäuschen oder die S-Bahnbrücke an der Neubrücker Straße/Schönfließer Straße häufiger als bisher reinigen.

Wohnen und Leben in Frohnau

FotoDas Wohnen in Frohnau hat eine besondere Qualität. Der Charakter der Gartenstadt macht das Leben hier zu einem besonderen Erlebnis, auch und gerade als Teil einer europäischen Metropole wie Berlin.

Diese Wohn- und Lebensqualität in der Gartenstadt will die CDU Frohnau auch in Zukunft erhalten und fördern. Private Bauherren und Eigentümer sollen wissen, dass der Titel "Gartenstadt" dabei nicht nur ein verkaufsförderndes Argument, sondern eine Verpflichtung, ja geradezu ein Qualitätskennzeichen für die in Frohnau vorherrschende Bauweise ist.

Der Bezirk Reinickendorf hat unter der Führung der CDU nicht nur die Erhaltungssatzung erlassen, sondern mit den nahezu flächendeckend geltenden Baubauungsplänen und der Herabzonung auf eine Geschossflächenzahl (Gfz) von 0,3 die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, auch wenn alte "Bausünden" damit nicht wieder rückgängig gemacht werden konnten.

Es ist weiterhin die Aufgabe der öffentlichen Hand, auf die Durchsetzung dieser Bedingungen zu achten. Insgesamt zeigt die Entwicklung der Grundstückspreise in Frohnau, dass die eingeführten Regeln der Werterhaltung dienen und der eingeschlagene Weg in die richtige Richtung weist.

Bei künftigen Neubauten und der Erweiterung sozialer Einrichtungen (Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen) in Frohnau soll auch im Rahmen der besonderen Nutzung stets auf den Gartenstadtcharakter geachtet werden. Dies gilt ebenso für eine bedarfsgerechte Parkplatz- und Verkehrssituation.

Der Begriff "Gartenstadt" steht für eine Vielzahl möglicher gärtnerischer Gestaltungen auf den einzelnen Grundstücken, die nicht willkürlich eingeschränkt werden soll. Eine Wahrung der Naturschutzbelange gehört für die CDU Frohnau jedoch ebenso dazu wie eine Unterstützung des Wunsches nach ausreichender Belichtung und Besonnung der Wohnungen durch angemessenes Auslichten auch geschützter Gehölze.

Die Pflege der öffentlichen Grünanlagen ist für die CDU Frohnau ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität. Glücklicherweise betreibt der Bezirk Reinickendorf im Gegensatz zu anderen Berliner Bezirken die Pflege des öffentlichen Raums mit besonderem Nachdruck. Mit der CDU ist diese Schwerpunktsetzung auch weiterhin gewährleistet. Zur Pflege der Gartenstadt gehört aber auch das Entfernen von unliebsamen Hinterlassenschaften unserer vierbeinigen Freunde. Wir rufen alle Hundebesitzer dazu auf, Ihrer Verantwortung für unser Frohnau gerecht zu werden.

Durch eine Verstärkung der Haushaltsmittel für Neupflanzungen ist es der CDU bereits vor drei Jahren gelungen, den stadtweiten Trend zur Reduzierung von Straßenbäumen in unserem Bezirk umzukehren. Bei der Nachpflanzung von Straßenbäumen sollen die Entwürfe des Gartenarchitekten Ludwig Lesser grundsätzlich berücksichtigt werden. Es muss aber geprüft werden, ob die vorgegebene Baumart zu der Straßenbreite passt.

Eine Verschattung von Grundstücken und Häusern führt zu einem höheren Energieverbrauch, und ist deshalb nicht umweltgerecht und zu vermeiden. Den Hauseigentümern muss daher eine eigenverantwortliche und vernünftige Gestaltung ihres Gartens möglich bleiben.

für sicheren Verkehr in Frohnau

FotoDas Aufhalten des weiteren Verfalls von Gehwegen, von Kreuzungsbereichen abseits der Hauptstraßen und des Straßenbelags in den Seitenstraßen ist eine der zentralen kommunalpolitischen Aufgaben der nächsten Jahre.

Der dem notwendigen Aufbau Ost und der allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Situation geschuldeten Vernachlässigung des Straßenzustands in den Außenbezirken muss ein Ende gesetzt werden. Das Gefährdungspotential auf befestigten oder unbefestigten Gehwegen bei schlechten Witterungsverhältnissen übersteigt allmählich ein vertretbares Maß. Das Überqueren von manchen Straßenkreuzungen ist nach starken Regenfällen so gut wie nicht mehr möglich. Der Zustand der Frohnauer Seitenstraßen verleitet viele Frohnauer, die auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkaufen das Fahrrad benutzen, auf die Gehwege auszuweichen, weil die Fahrbahn aufgrund des baulichen Zustands zu gefährlich erscheint. Außerdem stellen kaputte Straßen auch eine größere Lärmbelästigung für die Anwohner dar. Deshalb muss in den Erhalt und die Verbesserung der Straßen investiert werden.

Allerdings lehnen wir es weiterhin ab, dass in einer Stadt mit sehr hohen Grundsteuern und Erschließungsbeiträgen die Anwohner über Gebühr für Straßenausbauten zu Kasse gebeten werden. Der notwendige, so genannte Straßenausbau ist die direkte Folge der jahrelangen Vernachlässigung des öffentlichen Straßenlandes, zu welcher der Bezirk aufgrund der unzureichenden finanziellen Ausstattung durch den rot-roten Senat gezwungen war.

Das rot-rote Berliner Straßenausbaubeitragsgesetz hat Rechtsunsicherheiten für Grundstückseigentümer geschaffen, mehr Bürokratie in die Verwaltung gebracht und ist sozial ungerecht. Was Frohnau aber braucht, ist ein Konzept zur nachhaltigen Sanierung des öffentlichen Straßenlandes. Das Straßenausbaubeitragsgesetz gehört abgeschafft und der Staat muss wieder seiner Verantwortung für das Grundbedürfnis seiner Bürger nach Mobilität gerecht werden.

In den Frohnauer Straßen wollen wir uns für eine verstärkte Überprüfung des Einhaltens der Tempobeschränkungen, insbesondere an Gefährdungsorten (Kitas, Schulwege) einsetzen. Auch der ruhende Verkehr muss immer wieder an den neuralgischen Punkten, an denen es zu Verkehrsoder Sichtbehinderungen kommt, überprüft werden. Gehwegabsenkungen an den Straßenkreuzungen müssen dort, wo sie noch nicht umgesetzt sind, sukzessive oder im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen vorgenommen werden.

Geschwindigkeitsbegrenzungen werden vor allem dann akzeptiert, wenn die Verkehrsteilnehmer deren Notwendigkeit nachvollziehen können. Für das Netz der wichtigen Verbindungsstraßen muss grundsätzlich Tempo 50 gelten. Für die B96 in Richtung Hohen-Neuendorf fordern wir die Wiedereinführung von Tempo 70 ab dem Schwarzkittelweg.

Der Radverkehr ist ein wichtiger Verkehrsträger in der Gartenstadt. Wir begrüßen die Nutzung dieses umweltfreundlichen und die Gesundheit fördernden Verkehrsmittels ausdrücklich. Diese positiven Attribute sind jedoch kein Freibrief für nachlässiges, rüpelhaftes oder sogar gefährliches Verhalten im Straßenverkehr. Das Fahren auf Gehwegen, vor allem an den Frohnauer Plätzen, ist eine unnötige Gefährdung von älteren Menschen und kleinen Kindern. Selbst nachts und in den Wintermonaten
sind viele unbeleuchtete und nicht verkehrssichere Räder in selbstgefährdender Weise hier unterwegs. Wir rufen alle Radfahrer auf, ihr Verhalten zu korrigieren und den Hinweisen des Ordnungsamtes und der Polizei nachzukommen.

Immer wieder erleben wir, dass durch eine Sperrung oder Behinderung in einem der Tunnel der B111 große Verkehrsprobleme in Heiligensee und Frohnau auftreten. Wir fordern deshalb die ständige Offenhaltung der Ruppiner Chaussee als Ausweich- und Umleitungstrecke für die B111.

Busse und Bahnen in Frohnau

FotoMit der bevorstehenden Schließung des Flughafens Tegel ergeben sich für die Frohnauerinnen und Frohnauer erhebliche Nachteile, wenn sie zukünftig eine Flugverbindung nutzen wollen. Wir fordern daher eine direkte Schienenanbindung Frohnaus an den Flughafen BBI. Vorstellbar wäre es, die bisherige Linie S85 von Waidmannslust nach Norden mindestens bis Frohnau zu verlängern und den südlichen Ast der Linie an den Flughafen zu legen.

Wir wollen bei den Bussen eine Verdichtung des Taktes des 125ers zwischen S-Bahnhof Frohnau und der Endhaltestelle erreichen.

Eine weitere Ausdünnung der Buslinien in Frohnau wird von uns vehement abgelehnt. Im Gegenteil: Die Einrichtung eines "X-Busses" oder einer "M-Linie" nach Tegel wäre aus Sicht der Frohnauer CDU wünschenswert.

Zur Vermeidung von Pendlerverkehr und "Fremd-Dauerparkern" aus dem Umland fordern wir die Ausweitung der "Tarifzone B" des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) bis zum S-Bahnhof Hohen-Neuendorf. Das Bezirksamt sollte sich mit den dortigen Gemeinden bezüglich P&R-Parkplätzen in Verbindung setzen, denn schon heute ist eine Wirtschaftlichkeit für die Umlandpendler trotz des höheren Tarifs in Zone C nicht realistisch und sollte den potentiellen Kunden seitens der S-Bahn nahe gebracht werden.

Die S-Bahn muss in Zusammenarbeit mit der BVG endlich die lange geforderte Signalleuchte am S-Bahnhof Frohnau installieren, um ein reibungsloses Umsteigen zwischen den öffentlichen Verkehrsmitteln zu gewährleisten und unnötige Wartezeiten zu verhindern. Dazu gehört ebenfalls die bessere Abstimmung der Abfahrzeiten der beiden Buslinien im Zentrum.

Die Planungen für eine mögliche Fernbahntrasse durch Frohnau scheinen bis auf weiteres aufgeschoben zu sein. Wir drängen weiterhin auf eine Änderung des Bundesverkehrswegeplans, der nach 1990 hauptsächlich die alten Vorkriegszustände der Nordbahn wieder aufnahm, ohne dabei die baulichen und rechtlichen Veränderungen im Bahntrassenumfeld zu berücksichtigen. Eine quasi neue Fernbahntrasse durch dicht bebautes Gebiet lehnen wir ab. Die Bahn sollte dagegen konsequent den Ausbau für den 10-Minuten-Takt nach Oranienburg vorantreiben.

Für Ihre Sicherheit in Frohnau

Nach der Schließung des Polizeiabschnitts in der Ruppiner Chaussee lässt die Präsenz der Polizei in Frohnau noch mehr zu wünschen übrig. Die CDU lehnt finanzielle Einschnitte auf Kosten der Sicherheit der Bürger entschieden ab.

Wir setzen auf mehr Sicherheit: Neben Funkwagen, die regelmäßig Streife durch Frohnau fahren, sollten verstärkt Zivilstreifen und Streifen des Ordnungsamtes eingesetzt werden. Diese könnten z. B. auch mit Fahrrädern durch die Frohnauer Straßen fahren.

Zur Erhöhung des Sicherheitsempfindens fordern wir außerdem die Wiedereinführung eines Zugabfertigers oder eine stärkere Präsenz des Sicherheitsdienstes und eine behindertengerechte Telefonzelle auf dem S-Bahnhof Frohnau.

Wir unterstützen die Arbeit des bezirklichen Ordnungsamtes. Der Ordnungsdienst beschränkt sich glücklicherweise nicht nur auf die Überwachung des ruhenden Verkehrs, sondern soll weiterhin vor allem präventiv und aufklärend wirken. Der Ordnungsdienst soll nicht primär als "Einnahmequelle" die Bürger abkassieren, sondern das Fehlverhalten Einzelner möglichst schon im Vorfeld verhindern helfen. Dafür ist die derzeitig eingesetzte Anzahl von Mitarbeitern des Ordnungsamtes aber nur bedingt ausreichend. Wir fordern eine weitere personelle Aufstockung des allgemeinen Ordnungsdienstes und regen an, einen ehrenamtlichen Freiwilligen Ordnungsdienst, angelehnt an den früheren Freiwilligen Polizeidienst, einzuführen.

In Ergänzung dazu würden wir es begrüßen, wenn so genannte "Ein-Euro-Kräfte" beispielsweise als Spielplatzwächter oder Schulwegbegleiter eingesetzt werden könnten.

Die Freiwillige Feuerwehr Frohnau muss ihren hohen Standard und ihren Stellenwert im Sicherheitskonzept für den Berliner Norden behalten. Durch das "Streichkonzert" in punkto Sicherheit durch den rot-roten Senat haben sich auch die Voraussetzungen für Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr weiter verschlechtert. Ohne unsere freiwillige Feuerwehr wären die Eintreffzeiten nach Alarmierung noch schlechter, so wie sie es in anderen Außenbezirken bereits sind. Wir sind dankbar für das ehrenamtliche Engagement der Frohnauer insbesondere in diesem Bereich und ermuntern alle Frohnauer Bürger mitzumachen z. B. bei der Jugendfeuerwehr oder dem Förderverein. Alle Aktivitäten zum Erhalt dieser wichtigen Frohnauer Einrichtung unterstützen wir.

Eine gute Ausleuchtung der Straßen und Gehwege ist eine der Grundvoraussetzungen dafür, dass Menschen sich sicher fühlen. Wir fordern dazu auf, reparaturanfällige Laternen zu erneuern oder umzurüsten und den Entstörungsdienst weiter zu verbessern. Vor allem muss die Erreichbarkeit des Entstörungsdienstes nicht nur während der Geschäftszeiten gewährleistet sein.

Für Bildung und Kultur

FotoWir unterstützen ein leistungsfähiges Schulsystem, das es jedem Schüler ermöglicht, seine Fähigkeiten und Begabungen optimal zu entwickeln, um in einer zunehmend globalisierten Welt bestehen zu können.

Die Schule ist ein Ort der Wissensvermittlung wie auch des sozialen Miteinanders, an dem Eltern und Lehrer sich gegenseitig in Erziehung und Bildung der Kinder unterstützen sollten. Wichtig ist uns dabei, dass es in Frohnau eine Vielfalt an schulischen Angeboten gibt und dass diese Vielfalt erhalten bleibt. Das gilt für das sprachliche, musikalische, künstlerische oder sportliche Angebot, wie auch für die verschiedenen Formen von Unterricht. Jahrgangsübergreifendes Lernen in den ersten Schuljahren darf nicht länger zwangsweise verordnet werden, wenn Lehrer und Eltern es ablehnen.

Wir freuen uns über die Leistungsfähigkeit der Renée-Sintenis- und der Victor-Gollancz-Grundschule, die beide zu den herausragenden Grundschulen Berlins zählen. Durch die deutliche Profilbildung des schulischen Angebots und eine engagierte Lehrer- und Elternschaft sind ein hoher Bildungsstandard und fundierte Grundlagen für die weitere Schullaufbahn gesichert. Die Evangelische Schule Frohnau ergänzt in attraktiver Weise das Angebot der öffentlichen Schulen Reinickendorfs und stellt eine Bereicherung dar. Die CDU Frohnau unterstützt diese Schule und fordert vom Senat eine faire Behandlung und eine angemessene Finanzierung.

Um die Entwicklung unserer Frohnauer Kinder kontinuierlich begleiten zu können, haben Frohnauer Kindertagesstätten und Schulen einen Kooperationsvertrag geschlossen. So soll der Übergang aus dem Kindergarten in die Schule optimal begleitet werden. Dabei gilt es, auch im Kita-Bereich die Vielfalt zu fördern. Das gute Angebot von bilingualer Betreuung und verschiedenen pädagogischen Ansätzen hat gerade mit 30 aus privater Initiative neu entstandenen Plätzen eine weitere Stärkung erhalten.

Die Frohnauer CDU hat auf eine kulturelle Vielfalt in unserer Gartenstadt immer großen Wert gelegt. Darum hat die CDU den Erhalt des Centre Bagatelle in privater Trägerschaft des Vereins Kulturhaus Centre Bagatelle zu Beginn der Legislaturperiode maßgeblich unterstützt und wir danken den Frohnauer Bürgern für Ihr beispielloses privates Engagement zur Rettung und Fortführung dieser Frohnauer Institution. Die hier tätigen Vereine und Initiativen bieten ein breites Angebot an Veranstaltungen und Aktivitäten, die mittlerweile ein Teil des Frohnauer Lebens geworden sind und weit über den Ortsteil hinaus strahlen. Wir werden das Centre Bagatelle auch weiterhin unterstützen.

Der Künstlerhof Frohnau ist ebenfalls ein Zentrum des kulturellen Lebens in Frohnau. Durch langfristige Verträge und planungsrechtliche Voraussetzungen ist die Einrichtung langfristig gesichert. Wir werden dieses kulturelle Kleinod weiterhin positiv begleiten.

Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Bibliothek im Fuchssteiner Weg nicht nur räumlich zu erweitern, sondern mit dem zusätzlichen Angebot der Musikschule und der Volkshochschule diesen Ort als kulturelle Einrichtung auszubauen.

Die CDU unterstützt auch weiterhin die Bemühungen um den Erhalt des Buddhistischen Hauses als Ort des kulturellen, religiösen und geistigen Lebens. Wir stehen dazu, dass notwendig werdende bauliche Veränderungen den Charakter dieses einmaligen Baudenkmals nicht beeinträchtigen dürfen.

Soziale Geborgenheit und ein Miteinander der Generationen

Frohnauer Mitbürgern muss es möglich sein, in vertrauter Umgebung ihren Lebensabend zu verbringen. Deshalb müssen ausreichend viele Angebote für selbständiges wie betreutes seniorengerechtes Wohnen in Frohnau vorgehalten werden.

Die CDU Frohnau unterstützt in besonderer Weise die Arbeit der "Fürst-Donnersmarck-Stiftung", des "Theodor-Wenzel-Werks" und von Vitanas in ihren hiesigen Wohn- und Pflegeeinrichtungen, sowie die Arbeit aller anderen Träger im Sozialbereich.

Die Schaffung senioren- und behindertengerechten Wohnraums in weiteren geeigneten Bauvorhaben soll verstärkt angeregt werden. So könnte es beispielsweise Pilotprojekte von "barrierearmem" Wohnraum geben, denn die Sanierung vorhandener Bausubstanz auf einen komplett barrierefreien Zustand ist oftmals nicht möglich.

Hervorzuheben ist die gute ärztliche Versorgung und die hohe Dichte von Pflegediensten und Beratungsstellen für ältere Mitbürger. Wir freuen uns über eine positive Entwicklung in diesem Bereich.

Aufgrund seiner Bebauungsstruktur und seiner Randlage hat Frohnau nur wenige öffentliche Spielplätze. Diese sind für Kinder und ihre Eltern zur Begegnung mit anderen unverzichtbar. Sie müssen einen ansprechenden Zustand aufweisen und ein sicheres Spielen ermöglichen. Der Spielplatz in der Welfenallee wird daher gemäß der bezirklichen Investitionsplanung im Jahre 2013 erneuert werden.

Plätze für größere Kinder und Jugendliche, z. B. ein Bolzplatz oder Streetball-Möglichkeiten, sind wünschenswert und Standorte ggf. gemeinsam mit den Berliner Forsten oder den Umlandgemeinden (ehem. Grenzstreifen) zu prüfen. Positiv zu vermelden ist, dass mit Unterstützung des Deutschen Fußballbundes (DFB) an der Victor-Gollancz-Grundschule ein Minispielfeld eingerichtet werden konnte.

Wir freuen uns, dass die erfolgreichen Angebote der ehemaligen Jugendfreizeitstätte Terra in der Neubrücker Straße dezentral auch weiterhin in Frohnau in Kooperation mit evangelischer Kirche, dem Donnersmarck-Stiftung und den Schulen angeboten werden können. Das schafft die Perspektive der Ausweitung und Erschließung eines neuen Publikums für diese wertvollen Angebote im Rahmen der Jugendarbeit, welche in den bisherigen Räumlichkeiten aufgrund Ihrer Randlage in Frohnau nicht gegeben war. Durch die Übertragung des Terra in die Abteilung Sport kann nun der Frohnauer SC die Einrichtung beleben und hat für seine erfolgreiche Jugendabteilung eine Heimstätte in unmittelbarer Nähe zu den Sportanlagen gefunden. Die Angebote für Jugendliche und Kinder in Frohnau werden
durch diese Umstrukturierung erweitert und verbessert.

Wir begrüßen es, wenn sich die Jugendlichen in der Mitte Frohnaus treffen. Die Ausgewogenheit von Rücksicht auf der Seite der Jugendlichen und von Toleranz auf Seiten der älteren Frohnauer sollte hier selbstverständlich sein, muss aber auch durch staatliche Stellen (Jugendamt, Ordnungsamt, Polizei) hin und wieder kontrolliert werden, um ein Verschieben der tolerierbaren Grenzen rechtzeitig zu korrigieren.

Insgesamt können wir den Vereinen, den Gemeinden, den Schulen, der Freiwilligen Jugendfeuerwehr und allen anderen freien Trägern dankbar sein für die Möglichkeiten, die sie jungen Menschen in Frohnau eröffnen. Eltern und Großeltern sind aufgerufen, schon frühzeitig das Interesse junger Menschen für diese Aktivitäten zu wecken, denn dort lernen sie den Umgang in sozialen Gruppen, den Spaß und den Sinn ehrenamtlichen Engagements.

Deswegen wollen wir, dass die Frohnauer Sportanlagen in ihrem vorbildlichen Zustand erhalten bleiben. Die Sportvereine haben einen Anspruch auf Förderung und Anerkennung ihrer Arbeit. Außerdem wollen wir dafür werben, dass Vereine und freie Träger im Sport und im sozialen Bereich Betätigungsmöglichkeiten für den neu einzurichtenden "Bundesfreiwilligendienst" (in Nachfolge zum ehemaligen Zivildienst) bereit stellen.

Gemeinsam können wir mehr

Die Gartenstadt Frohnau ist für uns ein schönes Stück Reinickendorf, ein Kleinod, das es zu bewahren gilt. Wir bemühen uns, jederzeit ansprechbar zu sein für Ihre Sorgen, versuchen immer, Frohnau noch liebenswerter und schöner zu machen und dabei zwischen eventuell widerstrebenden Interessen zu vermitteln.

Das können wir aber nur gemeinsam mit allen Frohnauerinnen und Frohnauern erreichen, die mit dem im Jahr bei der 100-Jahr-Feier erlebten Bürgersinn auch ihre Verantwortung für das Zusammenleben in der Gartenstadt wahrnehmen. In diesem Sinne wollen wir ein Stück mehr von diesem Frohnau für Reinickendorf und ein Stück mehr Reinickendorf für Berlin erreichen.

Deshalb bitten wir Sie am 18. September um Ihre Stimme. Damit wir den erfolgreichen Kurs im Bezirk Reinickendorf, der gut ist für Frohnau, fortsetzen können.

CDU - Ihre Frohnau-Partei.